Wiener Landtagspräsident Woller empfing unsere Mitglieder

Der Club der Freunde des FK Austria hat nach dem Lock-down seine Aktivitäten wieder aufgenommen und Anfang Juli auf Einladung des Wiener Landtagspräsidenten Ernst Woller das Rathaus besucht. „Ich freute mich sehr, erstmals seit Mitte März hier wieder Gäste begrüßen zu dürfen“, sagte der Gastgeber bei Einhaltung der Abstandsregel nach dem Treffen.

 

Die Freude des Stadtpolitikers war deshalb besonders groß, weil er, seit er denken kann, ein Violetter ist. Der heute 66-Jährige erzählte, Anfang der 60er-Jahre mit seinem Cousin zu allen Austria-Matches gegangen zu sein: „Ich kann mich noch gut an den damaligen, legendären Sturm mit Hans Buzek, Host Nemec und Jacare sowie Mittelfeldspieler Ernst Fiala erinnern.“

Politiker kickte in Schulmannschaft, war später als Referee tätig

Selbst Fußball gespielt hat Woller nur in der Schulmannschaft, denn für einen Verein wäre er, wie er zugab, „etwas zu wenig talentiert“ gewesen. Dennoch ist er mit diesem Sport als Jugendlicher verbunden geblieben, verbrachte viel Zeit auf Fußballplätzen. „Ich war sieben Jahre lang im Wiener Verband als Schiedsrichter in der Landesliga unterwegs.“

 

Die Liebe zur Austria ist freilich wie am ersten Tag groß und wird es auch bleiben. Daran ändert auch die heurige „durchwachsene Saison“, wie es der Rathaus-Gastgeber formulierte, nichts. Woller sah zuletzt in Altach einen deutlichen Aufwärtstrend und hofft wie alle Veilchen auf ein „Happy end in Violett“. Soll heißen: Europacup-Qualifikation der Veilchen!

 

Die Visite unserer Club-Mitglieder beim Landtagschef, der heute ein passionierter Hobby-Läufer ist, war für den 22. April geplant gewesen, musste aber wegen der Corona-Pandemie abgesagt und verschoben werden. Im Rathaus werden normal 1.760 Veranstaltungen pro Jahr, im Schnitt drei jeden Tag, organisiert. Heuer gab es seit Mitte März kein Event, nur Gemeinderatsitzungen.

Landtagpräsident lieferte Essen im Grätzl aus

Den allgemeinen Lock-down nützte der Landtagspräsident, um sich in den Dienst der guten Sache zu stellen. Als einer von vielen Freiwilligen half er dem InterContinental kostenlose Mittagessen des Hotels an Senioren im Grätzl auszuliefern. Woller tat dies per Fiaker, eine seiner Töchter per Radl. Der Vater ist im dritten Bezirk geboren worden und wohnt in der Nähe des Hotels.

 

Zurück zu unserem Besuch am Wiener Regierungssitz. Gestartet wurde dieser mit einer informativen und interessanten Führung durch die vielen Repräsentationsräume, Fest- und Wappensaal usw. Unsere Mitglieder kamen aus dem Staunen nicht heraus, machten per Handy viele Fotos. Man erfuhr zum Beispiel, warum der Rathausmann (Größe 3,4 m, Gewicht 1,8 t, Schuhnummer 63) auf der Turmspitze an einem flexiblen Gelenk montiert ist.

Woller erhielt von CdF-Präsident Weishaupt violette Trainerjacke

Im Saal des Landtages und Gemeinderates, wo unser CdF-Präsident Gerhard Weishaupt Woller eine violette Trainerjacke überreichte und auf unsere wichtigen Tätigkeiten (finanzielle, infrastrukturelle, materielle Unterstützung für Nachwuchs, Mädchen und Special Violets) hinwies, beherrscht ein riesiger Luster (Größe 5 m Durchmesser, 3,2 t, 213 Glühlampen) das Bild.

Ein Mitglied hatte im Rathaus Heimvorteil

Für ein CdF-Mitglied waren all diese vielen Infos nichts Neues. Michael Beranek, Geschäftsführer der ERGE GesmbH, hatte ein Heimspiel. „Ich war 27 Jahre mit Unterbrechungen, anfangs als Techniker, später als Firmenchef, Haus-Installateur im Rathaus“, verriet der Wiener. Seit zehn Jahren wirkt er als Funktionär im Komitee beim „Ball des Installateur-Gewerbes“, der jeweils im Februar veranstaltet wird, mit. Er kennt das Haus vom Keller bis zum Dachboden. Nur den 98 m hohen Turm ließ er aus – Höhenangst. „Aber der komplett neugestaltete Innenhof war für mich diesmal eine Premiere. Ihn sah ich bisher immer nur als Baustelle.“

Club-Sakko für unsere Mitglieder von Schneidermeister Scheuch

Bei geselligem Beisammensein, zu dem sich später auch Austria-CEO Markus Kraetschmer einfand, wurde noch lange über das im Rathaus Gesehene, aber auch über Fußball, Wirtschaft, Politik und unsere Unterstützung geplaudert. Dabei verriet Weishaupt, dass unsere CdF-Mitglieder mit einem eigenen Club-Sakko ausgestattet werden.

 

Dafür wurde vom unserem Präsidenten Schneider-Meister Christian Scheuch gewonnen. Der 50-jährige Ex-Fußballer (52 Zweit- und 2 Erstliga-Spiele für FavAC und Sportclub) bietet in seiner Firma in Wien-Wieden „von der Beratung bis zu Accessoires alles für ein perfektes Männer-Outfit“ an. In Corona-Zeiten gibt’s auch qualitativ hochwertigen Nasen-Mundschutz nach Maß.