Mitglied Café+Co „verstärkt“ violette Fußballerinnen

Die kickenden Frauen im violetten Dress standen in der Saison 2021/22 den Männer um nichts nach. Auch die Girls landeten in der Bundesliga auf dem dritten Tabellenplatz. Café+Co, seit 2018 CdF-Mitglieder und ein Förderer des FK Austria Wien, „verstärkt“ seit Sommer 2021 als Sponsor die Mädels und hat damit großen Anteil an deren Erfolg.

„Das Engagement passt zu unserer Firmenphilosophie, zu diesem aufstrebenden Sport. Die Frauen benötigen einen entsprechenden Rahmen, damit sie das Fußballspielen auch professionell betreiben können“, begründet DI Fritz Kaltenegger, einer der Geschäftsführer des Marktführers im Automaten-Catering (www.cafeplusco.com), das Sponsoring.

 

Kaltenegger besuchte im Finish der Meisterschaft im Mai in der Generali Arena ein Training, machte sich persönlich ein Bild von der Arbeit, plauderte mit Spielerinnen und Trainern. „Ich war begeistert von der Dynamik, der Leidenschaft aller“, erzählt CEO, der einst als Bub „mit mäßigem Erfolg“ in der Schülerliga kickte.

„Kaffee ist leistungsfördernd, weckt die Lebensgeister“

Und er stellt dazu eine Verbindung zwischen dem Sport und seinen Produkten her. Kaffee sei durchaus leistungsförderlich, wecke die Lebensgeister, weil er ein Genussgetränk sei. „Und wenn man ein Glas Wasser dazu trinkt, ist er wahrscheinlich für Sporttreibende gut verträglich“.

 

Feuer und Flamme für das violette Unterstützungsprogramm war der frühere ÖVP-Generalsekretär (2008-11) bereits, als er von Gerhard Weishaupt, unserem im Frühjahr 2022 verstorbenen CdF-Gründer und -Präsidenten, 2017 darauf angesprochen wurde. Die Frage, wie man nicht nur Profis, sondern auch den Nachwuchs fördern könne, war rasch beantwortet.

„Cafe+Co“-Chef Kaltenegger: Spontanes Ja zu Frauen-Fußball

„Wir sind uns schnell einig geworden, dass ich da dabei bin“, erinnert sich Kaltenegger an seine Anfänge im Club. 2021 wurde er dann von Austria-Präsident Frank Hensel kontaktiert, ob er auch bereit sei, den Frauen zu helfen. Da kam ebenso sein spontanes Ja! Wenn es die Zeit des Cafe+Co-Chefs erlaubt, kommt er gerne zu CdF-Veranstaltungen und -Treffen.

 

In die Generali Arena, wo auch seine Automaten stehen, hat es der 50-Jährige nicht weit. Der Hauptsitz der 1970 gegründete Firma befindet sich im Süden Wiens (23., Bezirk). Acht Niederlassungen und zwei Partner gibt es in zehn weiteren Ländern. Von einem Joint Venture in Moskau zog man sich vor dem Ukraine-Krieg mangels Perspektiven zurück.

 

Dafür hat man Nahe des Eingangs des Krankenhauses Wien-Nord ein SB-Restaurant aufgebaut. Das so genannte Cafe-Express in einem eigenen Verkaufsraum verfügt über eine Vollversorgung von Automaten. „Dort haben wir den großen Vorteil, dass wir nicht nur Heiß- und Kaltgetränke, Snacks und Süßes, sondern auch Eis, Suppen, teilweise Nonfoord-Artikel anbieten“, so Kaltenegger.

 

Dieser Flagship-Store dient zudem zum Testen neuer Sortimente und Geschmacksrichtungen. Allerdings hat sich dieses Konzept etwas eingeschränkt dargestellt, da man dazu eine dauerhafte hohe Frequenz benötigt. „Die war in Corona-Zeiten nicht ohne weiteres überall gegeben, auch nicht in der Nähe von Spitälern, wie man weiß“, begründet der Kärntner.

 

Aktuell hat Cafe+Co, das nach der Pandemie wieder über 2.000 Mitarbeiter beschäftigt, 55.000 Maschinen im so genannten Full-Operating. „Das bedeutet, wir machen alles: Service, Reinigung, Füllung, Inkasso. Der Kunde stellt nur den Platz zur Verfügung, muss sich um nichts kümmern“, betont Kaltenegger.

440 bis 450 Mio. Portionen pro Jahr an über 72.000 Standorten

Das Unternehmen, das als Service- und Qualitätsführer im Bereich Automaten-Catering gilt, setzt 440 bis 450 Millionen Portionen pro Jahr ab, Tendenz steigend. „Meine Hoffnung ist, dass der Krieg in der Ukraine nicht zu einer Wirtschaftskrise in Europa führt. Das wäre schlecht für alle“, ist der Geschäftsführer besorgt.

 

Vor der Corona-Zeit nahmen 40.000 Firmen und Organisationen die Cafe+Co-Dienste an Anspruch. An mehr als 72.000 Standorten waren jährlich mehr als eine halbe Milliarde Portionen konsumiert worden. Die Nachhaltigkeit des Austria-Sponsors macht sich bezahlt, Zertifikate u.a. von Fairtrade Österreich und Rainforest Alliance sind Beweise dafür.

Zusammenarbeit mit Rösterei Naber

„In Zusammenarbeit mit der bekannten Rösterei Naber haben wir eigene Produkte. Im Bereich Kaffee wissen wir, was in den Becher kommt. Und wir können auch auf diverse Geschmacksvorlieben unserer Kundschaft eingehen“, sagt Kaltenegger, dessen Firma eine neue Kaffeesorte kreierte.

 

Es ist ein perfekter Kaffee für guten Cappuccino – bekömmlich, mild und harmoniert wunderbar mit Kaffeemilch. „Das ist unser Kaffeeprodukt Nummer eins“, so der Chef, dessen Unternehmen nicht alles an Rohkaffee einkauft, was weltweit verfügbar ist. Man hat vielmehr langfristige Beziehungen zu ausgesuchten Lieferanten. Rohkaffee wird ganz gezielt nach Qualität und bestimmten Geschmacksprofilen ausgesucht. Mit Naber holte man einen Produzenten in der Gruppe, der Kompetenz bündelt. Derzeit wird Rohkaffee aus Brasilien, Peru, Honduras, Indien, Vietnam und Uganda bezogen.

 

Aus letzterem Land wird seit über 15 Jahren gefriergetrockneter Rohkaffee gekauft. Die positiven Erfahrungen führten dazu, dass Vertreter von Cafe+Co und Naber vor drei Jahren nach Ostafrika reisten, um einen Lieferanten für eine eigene Kaffeemischung namens „Bulungi“ zu erzeugen.

Warum Kaffeebohnen in Uganda gemeinsam mit Bananen reifen

Ins Deutsche übersetzt, heißt das „Es ist gut!“ Es handelt sich dabei um eine Hochlandbohne, die gemeinsam mit Bananen angebaut wird. „Dadurch sind die Früchte im Schatten und die Bohne kann so besser reifen, erlangt dabei sehr feines Aroma“, nennt Kaltenegger Vorteile der eigenen Kreation.

 

Die Co-Operative, die über 2.000 kleine Bauern vereint, produziert in hohe Qualität. Sie ist eine Win-Win-Situation. „Wir engagieren uns direkten in der Co-Operative, aus der die Produkte stammen, besuchen die Bauern und unterstützen lokale Projekte“, erzählt der Cafe+Co-CEO, der einst zum Studium nach Wien übersiedelte, hier seine Frau (OÖ) kennenlernte und Vater zwei Töchter wurde.