Generalversammlung blickt mit Austria auf 2020

Der Club der Freunde (CdF) des FK Austria Wien hat am 18.11.2019 im Raiffeisenhaus am Donaukanal seine siebente Generalversammlung abgehalten. Dabei standen der Tätigkeitsbericht 2018, die finanzielle Gebarung des Vereins zum 31.12.2018, die Entlastung des Vorstands und unter „Allfälliges“ ein Ausblick auf 2020 auf der Tagesordnung.

 

In Anwesenheit der Ehrenmitglieder Josef Pröll, der als Gastgeber eine violette Trainerjacke mit seinen Initialen erhielt, und Stadtrat Peter Hanke sowie Austria-Präsident Frank Hensel und -CEO Markus Kraetschmer berichteten CdF-Vorstand Gerhard Weishaupt und dessen Vize Hans Pöcho über die vielen Unterstützungen, die die Mitglieder ausschließlich für den violetten Nachwuchs 2018 aufbrachten.

Rechnungsprüfer: „Über 90 Prozent der Einnahmen für Vereinszweck“

Wie diese CdF-Förderung 2018 in Zahlen ausfiel, das legten die beiden Rechnungsprüfer Felix Koll und Michael Stöckelmaier dar. „Alle Gelder wurden statutengemäß eingesetzt, der Anteil an Allgemeinkosten war dabei sehr gering“, bilanzierte Koll. Und man könne sagen, „dass über 90 Prozent der Einnahmen dem Vereinszweck zugutekamen.“

 

Laut dem Stockerauer Koll haben sich die Sponsorengelder auch durch den Beitritt zweier neuer Mitglieder von € 119.000 im Jahr 2017 auf € 210.000 in 2018 erhöht. „Durch eine Steuerrückzahlung waren es letztlich sogar € 224.000“, erklärte Koll und meinte, das Nichts gegen eine Entlastung des Vorstandes spreche. Das Votum fiel einstimmig aus!

Austria-CEO stattete Dank ab und warb für neue Projekte

Kraetschmer sagte im Namen von Austria Wien „herzlichen Dank“ an den Club der Freunde für dessen Unterstützung bei Anschaffungen, Infrastrukturen, Projekten und Aktionen für den violetten Nachwuchs. „Für Dinge, die wir aus unserem Budget nicht bestreiten könnten“, wie der Austria-AG-Vorstand erklärte.

 

Gleichzeitig bat er die CdF-Mitglieder, den Verein auch in Zukunft weiter so zu unterstützen. Zumal das Umfeld der neuen Generali-Arena 2020 in eine entscheidende Phase eintreten wird. Durch wichtige Investitionen im Viola Park, wo Schule, Wohnungen, Seniorenheim entstehen, muss Austria im kommenden Jahr sukzessive Flächen (ca 118.000 m2) abtreten.

 

„Wir verlieren dadurch Trainingsfelder und Parkplätze. Da ist es ganz entscheidend, dass der Club der Freunde in seiner Funktion in Zukunft zusätzliche Mittel lukriert und so ermöglicht, dass wir an anderer Stelle nachhaltige Investitionen für die Nachwuchsarbeit auf Topniveau tätigen können“, appellierte Kraetschmer, der auf der Generalversammlung zwei Projekte den CdF-Mitgliedern vorstellte.

 

Ein Spielfeld (Kunstrasen) ist als Erweiterung in der Austria-Akademie (Laaer-Berg-Straße), das untertags auch der benachbarte Kindergarten „Sonnenland“ nutzen könnte, geplant. Ein regionales Nachwuchszentrum könnte auf dem Gelände von Ostbahn XI, wo einst Austria-Jahrhundert-Kicker Herbert Prohaska seine Karriere begann, entstehen.

 

„Dort könnten wir möglicherweise eine Win-win-Situation schaffen, in dem die alte Ostbahn-Anlage in unser Modell für Jugend-, Mädchen-, Frauen und Behinderten-Fußball in den nächsten Jahren integriert werden könnte“, verriet Kraetschmer. Da seien aber noch Gespräche mit dem Simmering Klub, Wiener Fußball-Verband und der Stadt Wien erforderlich.